Eisblumen
Kannst du heut Eisblumen noch sehn?
Die Kindheit malte sie an Glas,
von Kälte eingefrornes Nass,
sternglitzernd, kalt und wunderschön.
Kannst du die Eisblumen noch sehn?
Die Menschen eng im kleinen Raum,
ein jeder friert, du spürst es kaum,
willst nur an diesem Fenster stehn.
Ganz nah, der Atem küsst das Eis.
Das Auge voll Begehrlichkeit
liebkost des Winters Herrlichkeit,
haucht heimlich Wünsche in sein Weiss.
© Gerti Kurth
© Gerti Kurth





