Nun bin ich schon wieder eine Woche aus Italien zurück und zehre noch immer von den vielen Eindrücken. Es war eine wunderschöne Zeit zusammen mit unseren italienischen Fans, die es ebenfalls in den Süden zog.
Die Toskana kannte ich noch nicht und bin fasziniert von ihren herrlichen Baudenkmälern, ihrer schönen Natur und dem guten Essen. 
Einige Fotos möchte ich hier hereinstellen.

Florenz







Erwachsen…

Die kurzen Hosen passen dir nicht mehr
und schlaksig groß seh ich dich vor mir stehn.

Du brauchst nun meine Hand nicht mehr,
sagst du, willst deinen Weg alleine gehn.

Mein Ratschlag ist nun nicht mehr wichtig
und alles was du anfängst, ist jetzt richtig.

Du nennst es Freiheit und den Schritt nach vorn
doch ich hab dich ein kleines Stück verlorn.


 © Gerti Kurth

Künstlerin Gertrude Schneider


Du dort....

Du dort
ich hier.
Lass uns die Farben mischen,
dann wird daraus
ein Wir. 

 © Gerti Kurth


Hinter den Wolken
Wärme erspüren,
dem Wind zärtliche 
Botschaften mitgeben.

Nicht mehr warten
auf das Licht
hinter dem Horizont.
Den Schritt vor die
Tür setzen.

In der Vielfalt 
des Lebens
das Körnchen Glück
 finden für die
verbleibenden Tage.

 © Gerti Kurth

Foto Gül Kocher
 
 Wortsuche


ich sammle Worte 
aus dem Überfluss
und hefte sie ans 
nackte Blatt.
Sie springen
ins Auge,
werden reale 
Aufreißer. 

Zusammengefügt
ein Resultat der
Neuschöpfung.

Wortreich.

 © Gerti Kurth

Foto gugue
In dieser Zeit....

In dieser Zeit
siehst du das Wasser
aufwärts fließen,
du kämpfst mit
Seidenfäden gegen
Wände aus Beton.

Doch irgendwann
steigst du heraus
aus Grabestiefen
der fahle Mond
bei Nacht kann
nicht mehr drohn.

Denn irgendwann
trägt dich ein Adler weiter
auf Flügeln, die du
früher nie bemerkt.
Du spürst die Kraft
und plötzlich bist du heiter.
 

Das Leben trägt
ein anderes Gesicht.
 © Gerti Kurth




Frühlings-Sonett

Der Winter hat sein kaltes Kleid verloren.
Entführt hat es ein sanfter Frühlingswind.
Derweil die neue Zeit mit Macht beginnt,
wird unter kalter Erde Leben neu geboren.

Die Winterzeit lässt manches ungeschoren,
wenn in der Tiefe jene Kraft entspringt,
mit der sie junges Grün zum Sprießen bringt.
Der Drang nach Leben, er ist nicht erfroren.

Und auch der Mensch zeigt wieder Lustgefühle
Er hat die lahmen Flügel ausgespannt
und streift sie ab, die starre, dunkle Kühle,

die ihn für lange Zeit ins Schattenreich verbannt.
Der Frühling reißt ihn aus der Alltagsmühle
ins sonnenwarme, aufgeblühte Land.

© Gerti Kurth

Foto Glasfischerl